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Aufschieberitis – 5 Tipps fürs Aufgaben anpacken

Da ist noch diese Präsentation, diese Abschlussarbeit, man ist aber längst im Master und irgendwie kann man sich jetzt selbst in Zeiten von Corona, wo es eigentlich keine Ausreden mehr gibt, dazu überwinden, endlich mal mit dem Schreiben anzufangen. Sich in die Bibliothek setzen, Literatur leihen, alles momentan schwieriger. Aber dennoch möchte ich euch auch in Zeiten von Corona ein wenig Input geben, wie ihr bei Motivationsproblemen ganz einfach vielleicht doch etwas Zeit und Lust finden könnt, um zu arbeiten und endlich die lästige Aufgabe zu erledigen, die ihr schon ewig vor euch herschiebt.

Aufschieberitis – Welcher Student oder auch jeder in einem Bürojob kennt es nicht?

Da ist noch diese Präsentation, diese Abschlussarbeit, man ist aber längst im Master und irgendwie kann man sich jetzt selbst in Zeiten von Corona, wo es eigentlich keine Ausreden mehr gibt, dazu überwinden, endlich mal mit dem Schreiben anzufangen. Sich in die Bibliothek setzen, Literatur leihen, alles momentan schwieriger. Aber dennoch möchte ich euch auch in Zeiten von Corona ein wenig Input geben, wie ihr bei Motivationsproblemen ganz einfach vielleicht doch etwas Zeit und Lust finden könnt, um zu arbeiten und endlich die lästige Aufgabe zu erledigen, die ihr schon ewig vor euch herschiebt.

Erste Möglichkeit: Arbeitsgemeinschaft über Videocall

Wahrscheinlich seid ihr nicht der Einzige, der gerade unter Aufschieberitis leidet und um keine Ausrede verlegen ist. Ihr habt einen Kumpel, Kollegen, Kommilitonen, der auch gerade das Problem hat und nicht voran kommt. Ich sehe das z. B. bei meinen Mann. Der hatte eigentlich zum 30.3. eine Deadline, die jetzt auf 30.9. wegen Corona verschoben wurde. Ich meine, wo soll da der Druck herkommen, denn Ende September ist ja jetzt noch in weiter Ferne. Aber er hat da einen Kumpel in einer anderen Stadt, der schiebt auch schon ewig eine Hausarbeit vor sich her.

Da kam mir die Idee: Ein Mensch mit Aufschieberitis und ein anderer, die sich allein nicht dazu aufraffen können. Ja, dann tut euch zusammen. Und wie man sich sonst zum gemeinsamen Treffen und Arbeiten in der Unibib verabredet, kann man sich auch über Videocall von daheim aus verabreden und hat gleich einem, der einen über die Schulter schaut, aber eben auch motiviert. Selbst, wenn man die ersten 2 Wochen nur miteinander quatscht – irgendwann kommt dann auch der Moment, wo man sich alles gesagt hat und mit dem Arbeiten anfangen kann.

Zweite Möglichkeit: Daheim, Daheim

Das, was ich jetzt meine, nenne ich eigentlich das Klosterprinzip. Ich stelle mir das ein bisschen so vor, wie wenn man eine Schweigewoche in Taize macht. Du hast einen festen Ablauf mit 3 Mahlzeiten und drei Ritualen am Tag, aber du redest mit niemanden, auch Social Media und andere Ablenkungen sind im Idealfall aus. Und dann wirst du vielleicht ein wenig Trübsal blasen, dich leer fühlen, vielleicht auch das Nichtstun genießen. Aber wenn wirklich nichts geht, dann wird man sich auch irgendwann an das Projekt setzen, das erledigt werden muss. Ohne, dass man eben nur etwas nachgucken will oder jemand anruft und man irgendeine Ablenkung hat.

Dritte Möglichkeit: Selbstfindungstripp

Du schiebst und schiebst und schiebst und dein Leidensdruck wird immer größer? Vielleicht ist es dann gar nicht so ratsam, dass du dich dazu immer weiter zwingst und der Leidensdruck nur größer und größer wird. Dann ist es vielleicht an der Zeit, mal eine Pause zu machen und sich zu fragen, warum man 1) Ursprünglich dieses Projekt oder diese Arbeit machen möchte, was das Ziel dahinter ist, 2) warum man so große Probleme hat, dieses Projekt abzuschließen und 3) ob man noch immer dieses Projekt abschließen will. Ich kenne einige Menschen, da stand fiel mehr als man denkt hinter der nicht abgeschlossenen Bachelorarbeit wie Angst vor der Jobsuche, die Erkenntnis, dass man doch nicht Lehrer werden will oder nur Lehrer wird, weil die Eltern das wollen oder eben auch, dass man in Deutschland studiert und nicht zurück in die USA oder nach Brasilien will und deswegen unterbewusst seinen Aufenthalt durch die nicht gegebene Arbeit immer wieder verlängert. Sich diese Fragen bewusst zu beantworten kann motivieren oder bei der Entscheidung helfen, ob man sich nicht vielleicht doch für einen anderen Job entscheidet. Oder vielleicht liegen die Probleme noch viel tiefer und man muss gerade Zeit für sich nehmen.

Vierte Möglichkeit: Die Task Force

Manchmal brauchst eben nicht einen Arbeitspartner, sondern jemand, der dich kontrolliert, motiviert, einen Coach. Nein, dass soll jetzt nicht eine Einladung zu meinem Onlinekurs oder Mentoring werden, diese Tipps gibt es gratis. Aber jeder hat ein paar Freunde, die er in sein Vorhaben einweihen kann und mit denen man darüber sprechen kann. Je nachdem, was ihr braucht, können eure Freunde Cheerleader oder Kontrollinstanz sein, wenn ihr sie bittet, dass ihr sie mit regelmäßigen Updates versorgt.

Fünfte Möglichkeit: In kleinen Schritten

Es gibt Leute wie ich. Ich brauche den Druck, kenne mich selbst und weiß aber auch, welches Zeitpensum ich realistisch brauche. Deswegen setze ich mich bei Hausarbeiten oder Schreibprojekten mit harter Deadline hin, schreibe ein paar Tage und versuche nicht, irgendwelche Termine oder Ablenkung zu haben.

Aber manch einer kann eben keine 15 oder 30 Seiten wissenschaftlichen Text in drei Tagen schreiben, wenn man dann alle Quellen und das Konzept zusammen hat. Nicht jeder Mensch schreibt gerne wie ich und wie willst du von jemanden erwarten, der eben nicht gerne schreibt, dass er oder sie in super kurzer Zeit einen langen wissenschaftlichen Text mit vielen Anforderungen schreibt?

Deswegen warum nicht einfach so machen, wie ich es mit dem Lauftraining mache? Ich laufe momentan Corona geschuldet wieder, obwohl ich laufen eigentlich hasse. Am ersten Tag gehe ich 7 Minuten und laufe 1 Minute abwechselnd, am nächsten Tag 6 Minuten gehen, 2 Minuten laufen und so weiter.

Und genauso kann man das eben auch mit einer Arbeit machen. Man muss nicht 8 Stunden am Stück produktiv sein. Schreib einen Absatz, eine Seite, 1 Stunde am Stück, so viel, wie gerade eben die Konzentration hergibt. Und dann kannst du am nächsten Tag versuchen, wieder genauso viel zu schreiben oder vielleicht sogar mehr.

Genauso, wie es für mich nicht jeden Tag einfach ist, jeden Tag raus zum laufen zu gehen, auch bei eisigen Wind und Regen, ist es eben auch nicht einfach, jeden Tag produktiv zu sein. Aber man sollte nicht vergessen: Auch Babysteps, auch 5 Sätze mehr pro Tag bringen dich näher an dein Ziel.

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